Kirchenserie - Kirchenansicht außen

Von außen und von weitem sind unsere vier Kirchen in der Diaspora keineswegs zu vergleichen mit monumentalen Kirchbauten, die schon von weitem das Stadtbild prägen. Und doch sind sie steingewordenes Zeugnis des Glaubens. Denn Kirche, das ist mehr als nur das reine Kirch-Gebäude. Kirche ist auch mehr als die verfasste, organisierte Kirche z.B. die römisch-katholische Kirche mit Papst in Rom und Bischof in Osnabrück beispielsweise. Kirche, das ist vor allem die Glaubensgemeinschaft, die Menschen, die als Gläubige die Kirche bilden. Das sind quasi die lebendigen Steine der Kirche. Und die braucht nun einmal den Kirchbau aus Stein, in dem sich die gläubigen Kirchgänger versammeln eben zur Kirche.

St. Georg, Stolzenau

Die Pfarrkirche in Stolzenau liegt noch recht präsent an einer Weggabelung und Kreuzung innerorts. Das mehrgeschossige Nachbarhaus eines ehemaligen Arztes jedoch überragt sogar den kleinen Kirchturm. Dieser steht an der Seite zum jetzigen Pfarrhaus angebaut an den quadratischen Kirchenbau, während sich an der anderen Seite direkt das Pfarrheim mit dem gemeinsamen Foyer anschließt.  Wo sich heute der Parkplatz befindet, stand früher das Pfarrhaus, in dem sich ein Kapellenraum befand, bevor in den 50er Jahren direkt anschließend die erste St. Georg-Kirche angebaut wurde. Der jetzige moderne Kirchbau ist die letzte Pfarrkirche, die 1989/90 im Bistum errichtet wurde. Der Ziegelbau, der von der Form her stark an ein Zelt erinnert, wie z.B. früher ein Zelt im Alten Testament die Bundelade beherbergte, wird von einem Metalldach mit Oberlicht geziert. Vier Eckfenster-Türmchen und vier Giebelfenster gliedern den charakteristischen Bau.

St. Stephanus, Liebenau

In Liebenau liegt unsere Filialkirche relativ sichtbar am Kreuzungsbereich am Stern. Der Straßenname Breslauer Str. erinnert z.B. daran, dass alle vier Kirchbauten unserer heutigen Pfarrei erst durch die Heimatvertrieben und die Ansiedlung der meist katholischen Schlesier in der sonst evangelisch geprägten Region erfolgte. Der klassische rote Ziegelbau wird über dem Eingangsportal von dem markanten offenen Glockenturm überragt. Kirche und ehem. Pfarrhaus bilden einen Vorplatz, das heutige Gemeindehaus wurde in den 70ern hinter die Kirche am der Rückseite der Altarwand angebaut und ist von der gegenüberliegenden Seite der rechts der Kirche zu erreichen.

Die beiden anderen Filialkirchen liegen recht versteckt in Wohnstraßen. In Steyerberg erhebt sich neben der zur Straße gelegenen Giebelwand der ebenfalls hell verputze Kirchturm. Nach hinten schließt sich an die Kirche der Anbau mit Sakristei und Gemeinderaum an. Das ehem. Pfarrhaus steht abgesetzt zur rückwärtigen Parallelstraße.

St. Marien, Steyerberg

In Uchte steht die Kirche längs zur Straße mit ihrer recht schlichten Fassade und einfachen Fensterfronten. Klassische Kirchenfenster und der Kirchturm finden sich rückwärtig und bilden einen kleinen offenen Innenhof mit Gemeinderaum, Sakristei und ehem. Pfarrhaus. Während der hell verputze Bau mit roten Ziegeln gedeckt ist, wird er Turm von einem gewölbten Metalldach geziert.

St. Ursula, Uchte

Egal ob an prominenter Stelle im Ort oder in einer Wohnstraße, der Kirchbau als Haus Gottes zeigt: Gott will bei den Menschen wohnen. Wir dürfen diesen Bau mit Glauben und Leben füllen. Als Kirche Gottes.

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