Liebe Gemeinde!

Liebe Gemeinde,

die Oktober-Ausgabe unseres Pfarrbriefes ziert als Titelbild ein Laib Brot und ein Rosenkranz. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ lautet die Bildunterschrift. Passenderweise wird der Rosenkranzmonat Oktober eingeläutet, in dem am ersten Wochenende dieses Monats Erntedank begangen wird. So wie der Rosenkranz in seinen Gesätzen in verschiedenen Weisen des Heilswirkens Gottes durch Jesus Christus gedenkt, so gedenken wir am Erntedank des Wirkens unseres Schöpfers in den Gaben seiner Schöpfung. „Essen hält Leib und Seele zusammen“ oder „Tu deinem Leib etwas Gutes, dass deine Seele Lust hat darin zu wohnen“ und andere sinnhafte, weise Worte zeigen den engen Zusammenhang von Seele und Leib, von Körper und Geist. Wir sollen unserem Leib etwas Gutes tun. Dafür hat der Schöpfer uns vielfältige Gaben seiner Schöpfung geschenkt, auf die wir dankbar beim Erntedank blicken. Aber eben nicht nur äußerlich, sondern innerlich will Gott uns stärken, dürfen wir uns stärken durch ihn. So wie die Eucharistie eben auch mehr ist als nur ein Sättigungsmahl, sondern uns innerlich erquicken und beleben will. Im Gebet, ob beim Gottesdienst, zu Erntedank, beim Rosenkranz oder in persönlichen Anliegen dürfen wir dies spüren. Im Gebet danken wir Gott, im Gebet bitten wir ihn. Der Heilige Franziskus war in besonderer Weise Gott seinem und unserem Schöpfer verbunden. Der Sonnengesang bringt dies auf wunderbare Weise zum Ausdruck. „Sei gelobt mein Herr durch unsere Schwester, die Mutter Erde, die uns versorgt und nährt und zeitigt allerlei Früchte und farbige Blumen und Gras.“ So zitiert es der Behang an der Sakristeiglocke in St. Marien. Wir haben allen Grund, Gott zu loben und zu preisen. Ihm zu danken für die Früchte des Feldes, der Gärten und der Natur. Für die Früchte der Arbeit der Menschen zum Wohle anderer. Wir dürfen Gott unserm Schöpfer aber auch immer wieder für alle Geschöpfe und die Schöpfung bitten. Nicht nur „fridays for future“ sondern auch im Gebet und im christlichen Tun für Klima und Bewahrung der Schöpfung eintreten. Es im Gebet mittragen. Im persönlichen Gebet wie in der gemeinsamen Andacht, beim Rosenkranzbeten oder in der Eucharistiefeier, zum Erntedank wie im Alltag, in Klage und Bitte genauso wie im Lob und Dank. Allen, die dies als treue Beter im Stillen und als Gestalter und Mitwirkende in den Gottesdiensten immer wieder tun, gilt mein herzlicher Dank. Den Geschöpfen also, die wir gemeinsam dann alles im Gebet vor unseren Schöpfer bringen, dem dafür der größte Dank gebührt. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein…

Ihnen und allen, die so zur Stärkung von Leib und Seele beitragen eine von Gott gesegnete Zeit.

Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer

 

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